Ich habe bis zu meinem 33. Lebensjahr ein scheinbar normales Leben geführt.
Ich funktionierte. Ich spielte Rollen. Ich erfüllte Erwartungen. Ich suchte im Außen
nach etwas, das ich im Inneren verloren hatte.
Dann kam der Fall.
Und mit ihm begann etwas, das ich heute als Erinnerung beschreiben würde.
Eine Erinnerung an etwas Größeres. An Einheit. An Verbindung. An Wahrheit. An eine
Kraft, die nicht aus dem Ego kommt, sondern aus der Tiefe.
Ich stand wieder auf. Verändert. Wacher. Bewusster.
Doch mit 44 kam ein weiterer Fall.
Heute weiß ich: Erwachen geschieht nicht nur einmal. Es hat Stufen. Es hat Prüfungen.
Es hat Tiefen, in denen du erkennen musst, ob du wirklich verkörperst, was du glaubst
erkannt zu haben.
Dieser zweite Fall brachte mich näher zur Demut. Näher zur Wahrheit. Näher zu mir.
Heute begleite ich Menschen nicht als Guru. Sondern als Mensch, der gefallen ist,
gesucht hat, wieder aufgestanden ist und sich erinnert.